Bettina Heinrich

Yoga für Körper & Seele

Yoga & Krebs

Yoga für Menschen mit Krebs


Aktuell entsteht hier gerade eine neue Seite mit vielen Informationen zum Thema Krebs, wertvollen Links und Buchempfehlungen. Auch ein Podcast mit Meditationen ist in Planung.

Ich schreibe hier für Menschen, die gerade eine Krebsdiagnose erhalten haben, aber auch für die, die schon längere Zeit mit dieser Krankheit leben, gerade in Behandlung oder auch ohne Behandlung sind.

Yoga kann in jeder Lebenslage sehr bereichernd sein. Deshalb gleich ein paar positive Highlights vorweg. Nachweislich hat Yoga folgende guten Eigenschaften bei einer Krebserkrankung:

  • Lässt dich besser schlafen und lädt dich so mit frischer Energie auf
  • Steigert die Lebensqualität
  • Reduziert Angstzustände und Depressionen
  • Stärkt das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte
  • Wirkt sich positiv auf das Fatigue-Syndrom aus
  • Reduziert viele andere Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie (Lymphödem, Osteoporose, Schmerzen…)

Auch ich hatte meine Krebsgeschichte mit 52 Jahren, also vor sieben Jahren. Kenne das Gefühl nach der Diagnose, Ängste, Unsicherheiten und ganz viel Unkenntnis. Na klar, warum sollte ich mich mit einer Krankheit beschäftigen, die kurz vorher offensichtlich so noch nicht in meinem Leben war?

Deshalb durchlief ich mit meinem Brustkrebs die klassische Behandlungsmethode mit OP, Chemo, Bestrahlung, Medikamenten. Heute würde ich sehr vieles anders machen. Heute weiß ich sehr viel mehr über meinen Körper, das Zusammenspiel mit der Psyche, den Krebs und verschiedene Behandlungsmethoden.

Yoga hat mich direkt in der Krankheit gefunden, dafür bin ich unendlich dankbar!

Dankbar auch, dass ich jetzt endlich selbst etwas tun konnte gegen das Gefühl des Ausgeliefertseins in diesem klinischen Geschehen, zwischen Therapieterminen, Spritzen, Sterilität.

Mit Yoga hatte ich ein großes Stück Selbstbestimmtheit wiedergewonnen. Jetzt konnte ICH endlich AKTIV etwas für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden tun!

Mit vielen neuen Erkenntnissen – und noch mit Perücke startend – begann ich eine zweijährige Yoglehrer-Ausbildung und mein neues Leben als Yogalehrerin.

Mit der Ausbildung zur Yoga und Krebs Trainerin (by Gaby Kammler, Köln)
gehe ich einen Schritt weiter und unterrichte Menschen mit Krebs mit dem Hintergrund und Verständnis meiner eigenen Erfahrungen.

Ich möchte dich ermutigen, Yoga – begleitend zu deiner jetzigen Therapie – auszuprobieren. Yoga ist kein Heilmittel, kann dich aber auf deinem Weg zur Heilung wirkungsvoll unterstützen!

Es ist die erste Ausbildung dieser Art in Europa. Gaby Kammler hat ihr Wissen und ihre Ausbildung bei Tari Prinster, der Gründerin und Inhaberin von Yoga4Cancer in den USA erworben.

Diese Weiterbildung ist eine Kombination aus medizinischem Wissen über Krebserkrankungen und neu erworbenen Handlungskompetenzen, die uralten Lehren des Yoga einzusetzen. Bei spezifischen Einschränkungen, Behandlungs-, Therapiestadien und Nebenwirkungen wie dem Fatique-Syndrom, Osteoporose, Ödemen oder Narbenproblemen ist Yoga von großem Nutzen und therapiebegleitend eine große Hilfe!

Die Meditation hat im Yoga eine große Bedeutung. Dabei geht es um das Akzeptieren von Gefühlen und Empfindungen, um Mitgefühl, aber auch um das Üben positiven Denkens. Manchmal setzen wir dabei zur Unterstützung Mudras (Fingerübungen) und Mantras (gesungene Sprüche oder auch „heilige“ Silben) ein, die bei häufiger Wiederholung eine spürbare Wirkung hinterlassen.

Pranayama (Atemübungen) helfen, das vegetative Nervensystem zur Ruhe zu bringen und die Energien zu harmonisieren bzw. auszugleichen.

Nur im Zustand der Entspannung,
dort wo der Ruhepol deines vegetativen Nervensystems = Parasympathikus angesprochen wird,
kann Selbstheilung geschehen.

  

Um dir die Yogaübungen auch bei Einschränkungen nach zum Beispiel einer OP zu ermöglichen, nutzen wir Yoga Equipment wie Bolster, Kissen, Blöcke, Gurte oder Bälle.

Deine Yogastunde soll eine Oase der Ruhe in schöner Atmosphäre sein und dir die Möglichkeit geben, dich so wie du bist, in deiner ganz besonderen Situation, angenommen und willkommen zu fühlen.

So dass du langsam wieder ins Vertrauen kommen kannst, um dich dann seelisch und körperlich wieder neu aufzurichten und zu stärken.