Bettina Heinrich Yoga

Yin Yoga

Yin Yoga ist ein ruhiger, sanfter Yoga, der das Wissen des indischen Yoga mit der Weisheit des chinesischen Taoismus verbindet. Yin Yoga eignet sich besonders als Ausgleich zu dem meist im Alltag dominierenden Yang-Lebensstil mit viel Aktivität und Daueranspannung. Durch das vollständige Abgeben an den Boden, das etwas längere Halten mancher Positionen (2 – 5 Minuten) mit einer niedrigen Muskelaktivität, werden vor allem die Faszien (Bindegewebe) gedehnt, die den ganzen Körper zusammenhalten. Natürlich wird auch muskulär gearbeitet, allerdings steht das nicht im Fokus. Wichtig ist das Spüren und Wahrnehmen.

Unterstützt mit Hilfsmitteln wie Kissen, Blöcken, Decken und Gurten, werden besonders die tieferen Schichten des Bindegewebes, wie Faszien, Bänder, Sehnen und Gelenke, passiv gedehnt, sanft beansprucht, gekräftigt und in ihrer Funktion unterstützt.

Durch das Dehnen stimulieren wir die Meridiane und bringen so die Energie in unserem Körper zum Fließen. Durch die meditative Innenschau während der Asanas wird die Achtsamkeit geschult, um körperliche und geistige Anspannungen besser wahrnehmen und loslassen zu können. Dein Körper kann sich regenerieren und Kraft schöpfen, um dem Alltagsstress widerstandsfähiger und mit nachhaltiger Wirkung zu begegnen.

Yin Yoga ist von Ruhe und Reflexion geprägt, ein Geschehen lassen, um tiefe Selbstwahrnehmung und Entspannung zu erfahren.

 Yang Yoga ist ein dynamischer, fordernder Yoga. Im Yang Yoga geht es darum, seine Grenzen zu erweitern, dynamisch Fitness, Körperkraft, Flexibilität zu erreichen. Es wird hauptsächlich das Muskelgewebe des Körpers angesprochen. Formen des Yang Yoga sind unter anderem Iyengar Yoga, Ashtanga Yoga bzw. Ashtanga Vinyasa Yoga, Power Yoga oder Bikram Yoga.

Yin und Yang Yoga machen den „Hatha-Yoga“ aus.

Die Ausdrücke Yin Yoga und Yang Yoga stammen aus dem Chinesischen aus der Zeit des Taoismus. Yin und Yang stehen für das Weibliche und das Männliche. Als männlich (Yang) wird Leistungsorientierung, Anspruchsorientierung, das Dynamische, das Extrovertierte gesehen. Als weiblich (Yin) das Erdige, das Ruhige, das Annehmende, das Sanfte, das Beständige.

Yin und Yang sind zwei Kräfte innerhalb der Dualität unserer Welt und können demnach nicht getrennt werden. Sie gehören zusammen und sind miteinander verschlungen. Von daher wird es ein reines Yin Yoga nicht ohne Yang-Aspekte geben können und umgekehrt.

Yin und Yang ist ein Wortpaar, das auch der chinesischen, taoistischen Philosophie bekannt ist. Viele kennen das Yin & Yang Zeichen, eine schwarze und eine weiße Hälfte, eingeschrieben in einen Kreis. Die dunkle Hälfte ist die Yin-Hälfte, Yin steht dabei für alles Verborgene, Kühle, Dunkle, Ruhige. Die weiße Hälfte steht für Yang, alles, was an der Oberfläche sitzt, heiß, hell und bewegt ist. In jedem der beiden Teile ist jeweils ein Punkt der Gegenseite – es gibt kein reines Yin oder reines Yang. Die Unterteilung ist keine scharfe, gerade Linie, sondern eine geschwungene Linie, die den ewigen Tanz der Kräfte miteinander darstellt. (Quelle: Helga Baumgarter, Yin Yoga)